Die Wahl der richtigen Airbags für die Schifffahrt ist für jeden Einsatz entscheidend. Ganz gleich, ob Sie ein Schiff zu Wasser lassen, schwere Gegenstände heben oder Bergungsarbeiten durchführen. Es ist ein präziser Prozess. Die sorgfältige Berücksichtigung mehrerer Faktoren gewährleistet eine optimale Leistung und verhindert kostspielige Probleme.

1. Merkmale von Gefäß und Struktur
Der erste Schritt besteht darin, das zu transportierende Schiff oder Bauwerk zu verstehen.
- Gewicht und Größe: Sie müssen genau bestimmen, welche Gesamtgewicht (Verdrängung) und Abmessungen (Länge, Breite, Tiefgang). Diese Daten wirken sich direkt auf die Anzahl, Größe und Stärke (Lagenzahl) der Airbags aus, die Sie benötigen.
- Rumpfform und Kontaktfläche: Die Form des Schiffsrumpfs bestimmt, wie sich die Last auf die Airbags verteilt. So benötigen Schiffe mit spitzem Boden unter Umständen stärkere Airbags. Oder man braucht mehr davon, um die konzentrierte Last sicher zu tragen.
- Höhe des Stützblocks: Die Höhe der Kielblöcke, die zur Abstützung des Schiffes verwendet werden, beeinflusst den erforderlichen Airbag-Durchmesser. Dies gewährleistet einen ausreichenden Freiraum während des Betriebs.
2. Airbag-Spezifikationen und Leistung
Es ist wichtig, die technischen Spezifikationen eines Airbags zu kennen. Dies hilft Ihnen, sie auf die jeweilige Aufgabe abzustimmen.
- Durchmesser: Der Durchmesser bezieht sich auf die Arbeitshöhe und die Bodenfreiheit des Fahrzeugs. Größere Durchmesser bieten in der Regel eine größere Oberfläche, um die Last zu verteilen. Dies ist besonders wichtig für schwerere Schiffe. Außerdem muss der Durchmesser des Airbags größer sein als die Höhe der Kielblöcke, damit er sicher verwendet werden kann.
- Effektive Länge: Dies ist der zylindrische Teil des Airbags, der das Gefäß direkt berührt. Die Länge des Airbags sollte idealerweise größer sein als die Breite des Schiffes. Er sollte auf jeder Seite 0,8 bis 1,2 Meter überstehen. Das sorgt für optimale Stabilität und verteilt die Last besser.
- Lagenzahl und Stärke (Ply Rating): Bei den Airbags für die Schifffahrt werden zur Verstärkung mehrere Lagen aus synthetischem Reifencord verwendet. Mehr Lagen bedeuten höhere Festigkeit und größere Tragfähigkeit. So sind beispielsweise 6-8 Lagen für die meisten Aufgaben üblich. Bei schweren Einsätzen können jedoch 9-10 Lagen oder mehr erforderlich sein.
- Arbeitsdruck und Tragfähigkeit: Dies ist der maximale Innendruck, den der Airbag sicher bewältigen kann. Er steht in direkter Beziehung zu seinem Tragfähigkeit. Vergewissern Sie sich, dass der Druck und die Tragfähigkeit des Airbags den Anforderungen der Arbeit entsprechen. Bei zu hohem Druck besteht die Gefahr, dass er reißt, bei zu geringem Druck kann er nicht effektiv gehoben werden. Besonderes Augenmerk ist auf das gesamte Startgewicht des Schiffes zu richten. Dieses muss mit der Tragfähigkeit der einzelnen Marine-Airbags verglichen werden. Berücksichtigen Sie auch deren Überlastbarkeit in Notfällen. Verhindern Sie deshalb, dass der Innendruck den maximal zulässigen Druck übersteigt. Dies gilt sowohl beim ersten Aufblasen als auch bei der Druckveränderung nach der Belastung.
- Verformung und Höhe: Betrachten Sie die die Höhe des Airbags nach Belastung und Verformung. Diese Höhe muss für Arbeiten wie das Entfernen von Blöcken ausreichend sein. Sie sollte auch unterschiedliche Neigungen der Helling berücksichtigen. Außerdem muss sie berücksichtigen, wann das Heck ins Wasser eintaucht und ob die vorderen Airbags möglicherweise überlastet werden, wenn das Heck aufschwimmt.
3. Betriebliches Umfeld und Bedingungen
Die Umgebung hat einen erheblichen Einfluss auf die Auswahl und Auslösung der Airbags.
- Start-/Transfermethode: Verwenden Sie eine einreihige, gestaffelte oder zweireihige Anordnung? Dies wirkt sich auf die Anzahl und Länge der benötigten Airbags aus.
- Bodenbeschaffenheit/Rampenoberfläche: Die Art der Helling oder der Bodenoberfläche (z. B. Beton, Schmutz) beeinflusst die Reibung. Dieser Faktor hilft bei der Berechnung der erforderlichen Airbagmenge. Stellen Sie sicher, dass die Oberfläche glatt und frei von Hindernissen ist.
- Gezeitenschwankungen und Wassertiefe: Beim Stapellauf von Schiffen müssen Sie die Wassertiefe, die Gezeiten und den Winkel der Helling berücksichtigen. Dies gewährleistet einen ausreichenden Wasserabstand und eine kontrollierte Einfahrt.
- Startrampe: Der Winkel der Rampe beeinflusst die auftretenden Kräfte. Folglich beeinflusst er auch die Anzahl und Anordnung der Airbags.
- Umwelt an der Küste: Das Besondere Bedingungen der Küstenumwelt müssen bei der Konzeption und Planung der Airbagauslösung berücksichtigt werden.
- Temperatur: Extreme Temperaturen können die Leistung und Lebensdauer von Gummiprodukten beeinträchtigen.
4. Qualität und Verlässlichkeit
Die Investition in hochwertige Airbags eines renommierten Herstellers ist eine Investition in Sicherheit und Effizienz.
- Qualität der Materialien: Achten Sie auf Airbags aus hochfestem, verschleißfestem Gummi. Sie sollten mit mehreren Lagen synthetischer Reifenschnüre verstärkt sein.
- Herstellungsstandards und Zertifizierungen: Seriöse Lieferanten sind ISO-zertifiziert. Außerdem führen sie strenge Drucktests durch, um die Produktqualität und -sicherheit zu gewährleisten.
- Strahldruck: Dies zeigt die ultimative Stärke und den Sicherheitsfaktor des Airbags. Ein höherer Strahldruck im Verhältnis zum Arbeitsdruck bedeutet bessere Qualität und Sicherheit.
- Wiederverwendbarkeit und Lebensdauer: Hochwertige Airbags können viele Male wiederverwendet werden. Bei richtiger Pflege können sie zum Beispiel über 70 Mal verwendet werden. Dies führt zu erheblichen Kosteneinsparungen.
- Reputation und Unterstützung der Lieferanten: Wählen Sie einen Anbieter mit einer nachgewiesenen Erfolgsbilanz. Er sollte technische Beratung, individuelle Größenanpassung, Prüfberichte und Kundendienst anbieten. Vermeiden Sie Lieferanten, bei denen niedrige Preise wichtiger sind als Sicherheit und Qualität.
5. Berechnungen und Planung: Das Herzstück eines sicheren Starts
Genaue Berechnungen und eine detaillierte Planung sind die Voraussetzung für einen erfolgreichen Airbag-Einsatz.
Es ist von entscheidender Bedeutung, die maximale Last, die ein Schiffsairbag in jeder Phase eines Schiffsstarts tragen kann, korrekt zu berechnen und zu kontrollieren. Dadurch wird sichergestellt, dass die Belastung niemals die maximal zulässige Belastung überschreitet. Dies ist ein wichtiger Teil des Airbag-Startvorgangs.
- Anzahl und Abstand der Airbags: Sie müssen genaue Berechnungen durchführen. Diese bestimmen die genaue Anzahl der benötigten Airbags und deren idealen Abstand. So wird die Last gleichmäßig verteilt. Außerdem werden so strukturelle Schäden am Schiff oder an den Airbags selbst vermieden. Die Formeln berücksichtigen das Schiffsgewicht, den Blockkoeffizienten, die Tragfähigkeit des Airbags und die Kontaktlänge.
- Sicherheitsfaktor: Kalkulieren Sie immer einen Sicherheitskoeffizienten mit ein. Es ist auch ratsam, ein paar zusätzliche Airbags (z. B. 2-4) für unerwartete Situationen bereitzuhalten.
- Detaillierter Einführungsplan: Verzichten Sie niemals auf eine ordnungsgemäße Planung des Starts. Dieser umfassende Plan sollte alle Berechnungen, detaillierte Risikobewertungen und schrittweise Betriebsverfahren enthalten.
Das Hauptziel ist es so wenig Airbags wie möglich zu verwenden und gleichzeitig die absolute Sicherheit des Schiffes beim Start zu gewährleisten. Dies hilft Schiffseignern, Geld zu sparen. Wenn Sie all diese Faktoren gründlich abwägen, können Sie die am besten geeigneten Marine-Airbags auswählen. Dies gewährleistet einen sicheren, effizienten und kostengünstigen Betrieb. Im Zweifelsfall sollten Sie immer erfahrene Schiffsingenieure oder renommierte Airbag-Anbieter zu Rate ziehen.


